Neurodivergenz: Das Unbekannte als Herausforderung
Shownotes
Akustische Reize sind für Menschen, die mit Neurodivergenz leben, anstrengend. Aber auch das Unbekannte. Was erwartet sie in einem Museum? Wie kann man Interessierte besser auf einen Museumsbesuch vorbereiten? Das Technorama hat Antworten darauf und zeigt Herausforderungen auf.
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00:00:01: Stiftung
00:00:02: denke an mich.
00:00:03: Solidaritätsstiftung von SRF, die Ferien- und Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderungen unterstützt.
00:00:12: Ausprobieren Biobachter und Staunen ist das Mutter des Technorahmes Winterthur.
00:00:17: Simon Russi ist Inklusionsbeauftragte von dort und setzt sich dafür ein, dass es eine Art ist, in der alle Menschen Zugang haben.
00:00:27: Gerade auch Menschen mit Neurodivagent, also z.B.
00:00:30: mit ADHS-Lernschwierigkeiten oder im Autismusspektrum.
00:00:35: Angela Wagner besucht sie in der Wintertour.
00:00:39: Wir stehen vor einem grossen grauen, rechteckigen Gebäude.
00:00:42: Neben mir steht Simone Russi.
00:00:44: Seit drei Jahren arbeitet sie hier im Technorama als Inklusionsbeauftretung.
00:00:49: Der Fokus ist meistens auf die Menschen mit Behinderungen.
00:00:51: Dass alles vom Rollstuhl aus zugänglich ist und dass es Sachen für Menschen mit Zähbehindering gibt gehörlose Personen als Inhalte mitbekommen oder dass neurodivergente Personen sich bei uns wohlfühlen.
00:01:03: Neurodivergenz beschreibt die Vielfalt der menschlichen Hirne, Menschen mit einer neurodiversgenten Ausprägung nehmen Informationen, Gefühle und Reizen auf eine andere Art wahr aus der Mehrheit von Gesellschaft.
00:01:15: Das Technorama setzt bis ihre Inklusionsarbeit genau hier an, sei Simon Russi.
00:01:20: Viele neurodivagente Personen haben schon sehr anstrengende Alltag, das heisst für Freizeit müssen sie sich sehr genau überlegen was Leute überhaupt noch drin.
00:01:27: Was arbeite ich überhaupt noch zu machen?
00:01:29: Und dann ist es wichtig, dass die Angebote möglichst niederschwellig sind oder nicht auch nochmal sehr herausfordern.
00:01:34: Sonst hätte man gar keine Energie und keine Chance dazumachen.
00:01:38: Simon Russi hat selbst ein Autismusdiagnose und hat auch als schulische Heilpädagogin mit Kindern im Autismus-Spektrum geschaffen.
00:01:47: Sie führt mich zum Eingangsbereich und erklärt wie eine neurodivergente Person – also zum Beispiel eine im Autismus-Spectrum – in Technorama erleben
00:01:57: kann.
00:01:57: Es hat Glastüren, das heißt ich sehe schon mal etwas was drin ist.
00:02:01: Das kann vielen Personen helfen weil sie ein bisschen vorhersehbarkeit haben.
00:02:04: Man merkt ja auch, es stehen schon einige Leute um, es könnte voll sein also kann man darauf hinstellen.
00:02:09: Dann kommen zwei so Glas, keine ausserlte Türe und jetzt gehört man hier in den Hallen.
00:02:14: Also es fängt sich ganz fest an zu verändern wie es klingt.
00:02:18: Es hat einen roten Kunststoffboden.
00:02:21: wenn es nass wäre dann kann man über diese richtig schön quitschen.
00:02:25: Wenn ein Schulklassiner mit nassen Schuhen kommt und dann auf dem Boden quietscht, ist das unglaubliches Geräusch, was mega anstrengend ist.
00:02:33: Anstrengende können aber nicht nur die akustische Reize sein sondern auch zu unbekannten.
00:02:38: Eine neue Ort, in der man nicht genau weiss, wie sie erwartet und wie hier alles funktioniert.
00:02:45: Wir sind im Eingangsbereich.
00:02:46: Wir sehen uns etwas auf Kassen-Situationen, aber es hat relativ viele Sachen.
00:02:49: Es stehen Bänder um eine bestimmte Beschriftung.
00:02:52: Mich zu orientieren muss ich eigentlich genau annehmen... kann schon mal die erste Herausforderung sein.
00:02:58: Damit man sich möglichst gut auf einen Besuch im Technoramen vorbereiten kann, hat Simon Russi eine Informationsproschüre zusammengestellt, die man online abladen kann.
00:03:07: Mit Bildern ist der Besuch Schritt für Schritt dokumentiert.
00:03:11: Woher kommt ihr das Ticket?
00:03:13: vor Ort oder schon voraus?
00:03:15: Muss ich mein Rucksack in ein Schliessfach tun oder kann ich ihn mitnehmen?
00:03:19: Dann ist eure Ausstellung ganz kurz beschrieben Und ihr Broschüren sieht man auch, was man machen kann, wenn man ein Problem hat.
00:03:26: Es ist beschrieben, wo die Wuchtung etwas ruhiger ist.
00:03:29: Wenn ich mich bewegen muss und was mache ich dann?
00:03:31: Oder wie kann ich das persönlich ansprechen, was ein türkisch-farbiges T-Shirt hier ist?
00:03:39: Mittlerweile haben wir uns in der Gettümmel vor Ausstellung gestürzt.
00:03:43: Klein und gross ist fasziniert am Experimentieren mit Naturfänomen wie Licht, Zwingungen, Schwerkraft oder menschlicher Wahrnehmung.
00:03:51: An jeder Station gibt es Erklärungen zum jeweiligen Phänomen, in gewissen Ausstellungen auch ein leichter Sprach.
00:03:58: Eigentlich jeden Satz ist nur eine Ziele lang, wenn irgendwie möglich, sodass man schneller versteht und was es geht.
00:04:03: Die Reizüberflutung ist hoch im Technorama.
00:04:07: Ihre Umfrage kam heraus, dass sich viele neurodivergenten Personen einen Ruherum wünschen.
00:04:13: So einer ist im Moment gerade ihr Planung.
00:04:16: Wir werden dort verschiedene Materialien rein tun.
00:04:18: Etwas, das wir drücken oder quetschen können ... Je nachdem, was man für Bedürfnisse
00:04:23: hat.
00:04:24: Auch eine weitere Inklusionsmaßnahme gibt es im Technorama die stille Stunde.
00:04:29: Die finden etwa auch drei Monate statt und er tut die Ausstellung am Morgen schon eine Stunde früher auf oder ist am Abend länger offen.
00:04:38: Zum Schluss nimmt Simon Russi noch einen kleinen schwarzen Rucksack führen.
00:04:42: Sensory back sagen sie denen!
00:04:44: Die kann man an die Kasse auslehnen und es hat dort verschiedene Hilfsmittel drin, wie z.B.
00:04:48: einen Ohrenschutz, ein Bau zum Knetten oder eine Duftstift, die man dran schmücken kann.
00:04:54: Auf einer Energieanzeige mit das Meilen von Grün über Orange zu Rot kann man auf einer Skala anzeigen, wie sie ihm gerade gibt.
00:05:01: Oftfalls sind auch diese Personen schwerer zu merken – was brauche ich jetzt eigentlich?
00:05:06: Das ist wie so ein Tool, um sich selbst schnell reflektieren und zu merke hinein, wenn ich im Orangenbereich bin.
00:05:10: Ich muss mich nicht ins Getümme stürzen, sondern gescheitert erst mal etwas anderes machen.
00:05:14: Oder es kann auch eine Hilfe sein für die Begleitpersonen, bei denen wir spiegeln können.
00:05:17: Ich habe das Gefühl, hier geht's jetzt gerade so und so.
00:05:19: Darum machen wir doch jetzt
00:05:20: das!
00:05:21: Die Sensory-Bags werden im Moment noch nicht so häufig ausgelennt, sagt Simon Russi.
00:05:25: Das hänge ich sicher oder mit zusammen, dass viele Leute noch gar nicht wissen, dass es ein Angebot gibt.
00:05:31: Die verschiedenen Inklusionsangebote bekannt zu machen ist eines der Zukunftsprojekte.
00:05:37: Andererseits steht da ein Umbau vom ganzen Gebäude an...
00:05:41: Wie kommen wir dort vielleicht auch mit?
00:05:42: noch mehr Akustik-Massnahmen machen, dass das ganze Haus ein wenig entspannter wird.
00:05:48: Und dann ist sicher der Austausch mit den Personen selber zu schauen was braucht es noch mehr?
00:05:52: Was taucht noch für neue Herausforderungen auf?
00:05:55: und wir haben bis jetzt noch gar nicht dran
00:05:56: gedacht.
00:05:58: Zu teuer gibt's für Simon Russi für die Inklusionsbeaufträhte im Technorama also auch in Zukunft genug.
00:06:05: Danke für Ihre Spenden!
00:06:06: Weil genau darum sind so inklusive Freizeitag-Agebot möglich.
00:06:12: Stiftik Denkanmich unterstützt Ferien- und Freizitaktivitäten von Menschen mit Behinderungen.
00:06:19: Mehr Informationen auf denkanmichi.ch.
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