Ein Raum, der alle Sinne anregt
Shownotes
Snoezelen ist eine Methode zur Entspannung und Sinnesanregung. In speziell gestalteten Räumen werden durch Licht-, Klang-, und Dufteffekte sensorische Reize erzeugt. Dies fördert die Ruhe, reduziert die Angst und steigert das Wohlbefinden.
Mehr dazu findest du hier: https://denkanmich.ch/journal/neurodivergenz
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00:00:02: Stiftung Denk an mich.
00:00:03: Solidaritätsstiftung von SRF, die Ferien- und Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderungen unterstützt.
00:00:12: Dank der Stiftungsdenken an mich dürfen wir in Familie schauen, wo sich uns vertrauen.
00:00:18: Zum Beispiel Franziska Ackerlann und ihren Sohn.
00:00:22: Er ist sechs Jahre alt und hat Diagnosen früher Kindlicher Autismus.
00:00:26: Ihrem Sohn kann schnell alles zu viel werden – aber es gibt Lösungen!
00:00:30: Angela Wagner erzählt davon.
00:00:32: Wo der Sohn von Franziska Ackalan im Früch in der Alter nicht immer mehr dazugelernt hat, sondern im Gegenteil auch Sachen wieder verlernt hat – da wurde er bewusst, dass bei ihrem Sohn etwas anders ist.
00:00:47: Er konnte z.B.
00:00:49: mit dem Löffel essen oder mit einem Bobikar fahren, was alles in diesem Alter passiert.
00:00:53: und plötzlich wusste er nicht mehr, was ich mit dem Bobikaran oder den Löffeln kähen lassen soll.
00:00:58: Das Bobikara war gar nicht mehr beachtet, uns teilweise niemanden erkennt.
00:01:02: Und dann haben wir schon gemerkt, dass es mehr als nur eine Phase ist oder gerade momentan eine Schwierigkeit, sondern die bewussten Fähigkeiten verlieren.
00:01:13: Diagnose für eure kindlichen Autismus?
00:01:17: Was genau die konkreten Gründe für so eine kognitive Entwicklungsstörung war, weiss man nicht.
00:01:22: abschließend.
00:01:23: Heute ist der Sohn von Franziska Akkulant sech sein.
00:01:27: Er ist nonverbal, also er redet nicht und ist einfach immer auf eines zu eines Betreuung angewiesen.
00:01:32: Ich muss das Leben zeigen werden!
00:01:35: Das vor allem auch weil er keine Gefahren erkennt?
00:01:38: Er weiss jetzt nicht was das Auto ist.
00:01:41: Er konnte es nie lernen kognitiv Er würde in eine Strasse laufen, wenn ich ihn nicht begleite.
00:01:47: Klar, es gibt einen Moment, wo man kann sagen, das geht vielleicht, aber nicht zuverlässig und man ist nicht im Austausch oder alles über das Gespür.
00:01:55: In der Auseinandersetzung mit dem Autismus-Spektrum und durch ihre Schwester, die ihr Pflege schaffte, stand Franziska Ackalan auf das Konzept Neuseln.
00:02:05: Diese Methode wurde ursprünglich in den siebentziger Jahren von hohländischen Therapeuten entwickelt.
00:02:11: Speziell gestalten die Räume, sollen die Zinne anregen und gleichzeitig entspannen.
00:02:16: Am Anfang konnte ich das nicht so greifen können, ich konnte es nicht einordnen.
00:02:20: Ich habe teilweise etwas esoterisch angehaucht, vielleicht auch wahrgenommen was es nicht ist.
00:02:25: Es ist eher über die fünf Sinn und geht eigentlich recht aufs Warnen.
00:02:30: Das Wort Nüseln ist zusammengestellt aus den hohländischen Wörtern für Schnüffle und Döse.
00:02:36: Im Nüselerum gibt es verschiedene Elemente mit Licht, Geräusch dürfte oder Sachen zu berühren.
00:02:43: Zum Beispiel eine Wassersäule, die in verschiedenen Farben leuchtet und die blubern die Luftblattere aufsteigen.
00:02:50: Oder ein hängendes Sitzack um sich reinzukuscheln.
00:02:53: Sonst ist der Raum ganz in Weisskauten.
00:02:56: Es geht um das bewusste Warnen ohne viel Ablenkung.
00:03:00: Für Menschen im Autismus-Spektrum oder zum Beispiel mit ADHS ist Streitüberflutung ein häufiges Thema.
00:03:07: Oftmals ist es ein übermäßiger Warnesthema, das zu viel.
00:03:11: Hier versucht man es dann zu reduzieren und die Farbe Weiss ist auch ausschlaggebend, um eben auch die Farbwarnemigreduzierung.
00:03:20: Und weiss ist wie eine Lehre, eine Unendlichkeit, in der man neutral bewerten kann.
00:03:27: Franziska Ackelen ging mit ihrem Sohn in so einen Raum.
00:03:31: Es hatte etwas Magisches.
00:03:33: Man stellte auch mit dem Autismus immer wieder vor Grenzen und da hatte man das Gefühl, jetzt kannst du sein wie du bist hier drin.
00:03:41: Diese Erfahrung hat sie überzeugt.
00:03:44: Weil es in der Schweiz nicht viel öffentlich zugänglich ins Nüseli-Räum gibt und sie lange einen gesucht hat, hat Franziska Ackerland schliesslich den Entschluss gefasst einfach selber so einen Raum zu gestalten – für ihren Sohn aber auch für sich und andere ein.
00:03:59: So weit ich das beurteilen kann, gefällt es ihm schon auch hier.
00:04:02: Er zeigt nichts anderes in diesem Moment.
00:04:04: Er rennt etwas um und lacht und es ist gut aber ... Es ist jetzt nicht nur für ihn, sondern es ist generell einfach zum Aus dem Thema etwas Schönes zu machen, was er irgendwann einfach braucht.
00:04:14: Franziska Ackerland hat in ihrem Wohnort Weifauden einen freiständigen Raum gefunden im Gebäuden neben Fitness, Guaffeur und Restaurant Eine Hand von Eigenerfahrungen mit ihrem Sohn, ihrer Ausbildung als Pflegehäuferin, die sie wegen des frühkindlichen Autismus von ihrem Sohne gemacht hat und eine Hand von Gesprächen mit anderen betroffenen Angehörigen- und Fachpersonen, hat sie dort ihren eigenen zuneuselten Raum eingerichtet.
00:04:40: Der Frühling hat Franziska Ackerland den Raum mit dem Namen Lunaris Weißertraumraum eröffnet.
00:04:47: Für mich muss auch wirklich nicht nur Autismus-ADS, Neurodiverganz oder Einträchtigung hier platzen.
00:04:53: Denn Inklusion hat für mich eigentlich den Wert, wenn man es nicht mehr somit betonen will – für jeden eigentlich, der Reizreduktion sucht.
00:05:01: Das trifft an der Zeit der schnelllebigen Welt generell.
00:05:05: Seit der Eröffnung hat Franziska Akkalan immer wieder Leute eingeladen um den Raum auszuprobieren.
00:05:11: Und da merke ich halt schon immer wieder, dass Das Reizreduzieren, das im Alltag nicht präsent ist.
00:05:19: Also dass man das wirklich hier dann zuerst mal wieder einmal so macht und den Aha-Effekt, aha jetzt darf ich ruhig sein.
00:05:26: Ich muss gar nicht reden, aber ich muss jetzt gar nicht viel
00:05:28: machen.".
00:05:29: Die bewusste Reitreduktion ist schon der Heime oder ihre Natur möglich?
00:05:34: Ein nüsseler Raum ist für die Franziska Ackerland aber ein Ort, wo das besonders gut funktioniert.
00:05:40: Sie hat ein Parkour entwickelt, in dem man den Raum an verschiedenen Stationen erfahren kann.
00:05:45: Sie hat hier eine Untermieterin, die ihrem Raum hellpädagogische Lerncoachings für Kinder abbietet.
00:05:52: Ein weiteres Ziel vor Franziska Ackalan ist es sich längerfristig mit verschiedenen professionellen Institutionen zu vernetzen und der Raum so in einem grösseren Kontext zu wirken können.
00:06:03: Und das ist eben im Frühling neu eröffnet worden, den Ruhm Lunaris – ein Ort für Menschen mit und ohne Behinderungen zum Abenfahren entspannen und bewusst wahrnehmen.
00:06:13: So Projekte sind dank ihren Spenden an die Stiftig-Denkamisch möglich.
00:06:19: Nächste Woche erfahren wir dann ganz konkret wie so einen Besuch in dem speziell konzipierten Ruhmen ablauft!
00:06:28: Unterstützt Ferien- und Freizitaktivitäten von Menschen mit Behinderungen.
00:06:33: Mehr Informationen auf denkanmich.ch.
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