Auf dem Parcours, der die Nerven entlastet
Shownotes
Der Raum ist ganz weiss; die Wand, der Tisch, die Sitzecke und die Matratze. Franziska Akalan hat darin einen Parcours entwickelt, der zu verschiedenen Stationen führt. Das Ziel ist die Reizreduktion.
Mehr darüber findest du auf: https://denkanmich.ch/journal/neurodivergenz
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00:00:02: Stiftik denke an mich.
00:00:03: Solidaritätsstiftung von SRF, wo Ferien und Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderungen unterstützt.
00:00:12: Ein Raum ganz in Wies!
00:00:16: So kann man sich Lunaris vorstellen.
00:00:18: Ein Raum zweifelden Turgau neu eröffnet, nach dem Entspannungskonzept des sogenannten Snuselen.
00:00:25: Snuseln, ursprünglich aus Holland, basiert auf speziell gestalteten Räumen, die helfen sollen, das Nähversystem zu entlasten.
00:00:34: Auf die Idee für so ein Raum bei uns kam die Initiantin Franziska Akalán und tut Betreuung von ihrem Sohn, der früherkindliches Autismus hat.
00:00:44: Aber auch ihr selbst tut es gut, zu Ruhe zu kommen und sich auf das bewusste Wahrnehm von Sinnes Eindrück zu konzentrieren.
00:00:51: Meine Kollegin Angela Wagner ist auf Weinfelden vorbeilogend.
00:00:56: Der Raum Lunaris ist ganz weiss.
00:00:59: Die Wand der Tisch Zizek und Madra Zamboden.
00:01:03: Für ihren neuen eröffneten Raum hat Franzis Kaka-Lan einen geführten Parkour entwickelt mit dem Ziel ...
00:01:09: Das Nervensystem zu entlasten?
00:01:12: Das ist eigentlich die Idee!
00:01:14: Das Angebot vom geführten Parkour durch einen Raum ist ganz neu.
00:01:17: Darum hat sie heute noch jemanden eingeladen, der den Parkour ausprobiert.
00:01:21: Die Milena Mückler, die ein Kinderbuch zum Thema Autismus mit dem Namen Astronautist geschrieben hat.
00:01:27: Wir legen gerade los mit dem Parkour.
00:01:30: Als Erstes lädt Gründerin Franzis Kackalan drei Karten von ihrer Testperson auf den Tisch.
00:01:36: Aus den dreifarbigen Bildern mit geometrischen Mustern darf sie eines auswählen.
00:01:41: Sie zeigt auf das Bild mit verschieden grosser farbiger Rechte und Quadrat.
00:01:46: Ich nehme diesen, weil es schön gleichmäßig aussieht.
00:01:49: Milena Mückler macht sich sie im grosse weiße Sitzak bequem Und Franziska Ackerlenn gibt ihr eine Sand-Uhr in die Hand.
00:01:56: Das sind zehn Minuten.
00:01:59: Die fühlen sich hier wieder an wie zehn Minuten Weil du einfach nichts anderes machst als den Sandabereiseln an.
00:02:07: Ja
00:02:09: Dann starte ich noch die Musik dazu.
00:02:12: Die Musik von Max Richter ist so komponiert, dass sie den Herzschlag in einen guten Rhythmus bringen soll.
00:02:19: Das scheint bei Milena aber gerade noch nicht gut zu funktionieren.
00:02:23: Sie wirkt unruhig!
00:02:24: Es war gar nicht so einfach, dort still zu sitzen – erzählt sie später.
00:02:29: Ich habe mich ein wenig unheimlich gemerkt, wie mein Herz geklopft hat, als ich auf einem Sitzsack geholt habe und den Sandwurz gelegt habe.
00:02:38: Und dann ging sie auf einmal weg.
00:02:40: Es brauchte ein Moment, bis sie sich nur auf die Beobachtung konzentrieren konnte.
00:02:47: So geht's an Milena auch bei der nächsten Station.
00:02:50: In einem Ecken mit Spiegelarwand steht eine Wassersäule.
00:02:54: Sie leuchtet abwechselnd in verschiedenen Farben und blubbern.
00:02:57: die Luftblattere Tanzen drin in die Höhe.
00:03:00: Milena Mückler sitzt daneben auf der weissen Polstergruppe.
00:03:04: Ich finde es spannend
00:03:06: ...
00:03:07: Wenn ich es hier hake und so lasse, habe ich das Gefühl, dass es wie in meinem Körper ist.
00:03:13: Weil sie gerade unmittelbar neben der Wassersäule sitzt, spürt sie die Vibration vom aufsteigenden Wasser auch im eigenen Körper.
00:03:21: Das kann eine beruhigende Wirkung haben, sagt Franzis Kacalan und zeigt auf die nächste Station von Parkour.
00:03:27: Dann kommen wir
00:03:30: weiter
00:03:31: in den Kokon.
00:03:31: Im anderen Ecken des Raumes hängt ein grossen, decktes Sitzsack.
00:03:35: Wie eine Art Kokon sieht er aus?
00:03:38: Das ist eigentlich wie eine XXL-Hängehöhle, die jetzt auch ... Darfst du gerne hingehen?
00:03:45: Eine Erwachsene
00:03:46: mit zwei Kindern.
00:03:47: Da kann man sich wirklich schön ausbreiten, Kinder liegen, wohlfühlen und vielleicht merken sie auch duftmässig etwas.
00:03:55: Es schmeckt frisch und ... Zitronen!
00:03:59: Als letzte Station kann Milena Mückler dann wieder im weissen Sitzakplatz nehmen.
00:04:04: Franziska Ackalan stellt kleine Lampen auf, die eine orange Lichtkegutwand projiziert.
00:04:10: Sie führte im Zeifenblätter und blasete Zeit das Licht.
00:04:14: Am Wand gibt es ein Schatten-Spiel.
00:04:17: Das ist auch etwas, was Kinder schon im Kindergarten lernt.
00:04:21: Eine Wirkung von Schatten und Licht.
00:04:24: Also eigentlich wieder so auf unsere Basis zurück vom Lernen und dem Warnen.
00:04:29: Für's Auge sehr schön ist etwas, das ich gerne habe – und ich hoffe es auch andere!
00:04:38: Zum Schluss von Parkour nimmt Franziska Ackerland noch mal die Karten dafür, wo Milena Möckler am Anfang vom Parkour aus gelesen hat.
00:04:46: Die verschiedenen grossen und farbigen Rechteck- und Quadraten erinnerten Milena an Gleichmäßigkeit.
00:04:53: Das ist jetzt auch so ein Gedanke, das gut in den Alltag mitnimmt, dass Gleichmässigkeit – einfach das Wort Gleichmäßigkeit!
00:05:00: Und wie du es nachher einsetzt, ist, dass wir Studien merken.
00:05:05: Gleichmäßigkeiten geben ihre Sicherheit sagt Milena Möckler.
00:05:09: Wenn es immer schön gleichmässig ist, kann man sich darauf verlassen, dass etwas der Ruhigen so gleichmäßen ist und wir wissen was passiert oder kommt.
00:05:20: Sich auf etwas einstellen können und klare Strukturen – das können Menschen mit einer Neurodivergenz helfen.
00:05:27: Aber auch neurotypische Personen sind sehr willkommen im Lunaris, sagt Gründerin Franziska Ackalan.
00:05:34: Reduktion sei für sie zentral!
00:05:37: In ihrem Lunaris-Ruhm und auch in ihrer Rolle als Mutter.
00:05:41: Und auch die gewisse Langweile, die man den Kindern gerne geben darf.
00:05:45: Das weiss man halt einfach, dass das gut ist.
00:05:47: Auch wenn sie uns nicht verstehen, wo ich am nächsten machen kann... Da muss man das schon fast etwas spielen.
00:05:54: Ich spiele im Alltag fast ein wenig, damit ich nicht zu schnell selber von einem zum anderen habe, weil ich eigentlich der Schnelltyp bin – also auch Worten oder Ausmutter.
00:06:03: Aber es ist gesund, um nicht die ganze Zeit so «next next next», sondern eines nach dem anderem.
00:06:09: Mit diesem Ziel einen Ort zu arbeiten, in dem wir sein Nervensystem entlasten können.
00:06:14: So konzipierte Franzis Kakel an den Raum und ihren Lunaris Reset Bargurte.
00:06:20: Der Bargurr geht eine Stunde und kostet €-½.
00:06:22: Der
00:06:24: Beitrag von Angela Wagner Stiftig Denk an mich unterstützt so ein Gebot, wo Menschen mit und ohne Behinderungen hilft, ihren Alltag besser zu bewältigen.
00:06:34: Auch dank ihrer Spenden mehr über Neurodivagent und im Prinzip vom Snoozele findet sie unter denkanmich.ch
00:06:46: unterstützt Ferien- und Freizitaktivitäten von Menschen mit Behinderungen.
00:06:51: Mehr Informationen auf denkanmich.ch.
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