«Aufgeben ist keine Option»
Shownotes
Ein Theater sein für alle. Das ist das grosse Ziel des Kleintheaters Luzern. Das meinen die Macherinnen und Macher ernst. Sie legen seit sechs Jahren den Fokus auf Inklusion.
Mehr dazu findest du auf: https://denkanmich.ch/journal/inklusion-in-der-kultur
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00:00:01: Stiftung
00:00:01: denke an mich.
00:00:03: Solidaritätsstiftung von SRF, die Ferien- und Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderungen unterstützt.
00:00:12: Wer Lust hat auf einen kulturellen Anlass – beispielsweise auf den Theaterbesuch – hat grundsätzlich eine grosse Auswahl in diesem Fall an möglichen Theaterhäusern und verschiedenen Stücken.
00:00:23: Man reserviert einfach online oder bei einem Telefon ein Billet, geht her, nimmt Platz und genießt die Vorstellung!
00:00:30: Ganz so einfach ist es aber nicht für alle.
00:00:33: Gerade Menschen mit Behinderungen sind teilweise ausgeschlossen von kulturellen Angeboten.
00:00:38: Das Kleitheater Luzern ist eines dieser Theaterhäuser, die sich deren Problematik besonders bewusst sind – der Beitrag von Angela Wagner.
00:00:50: Etwas, was mir
00:00:55: sehr bewusst wurde, ist, wie systematisch eine Leute ausgeschlossen hat.
00:01:02: Und das ist am Anfang nicht sehr schön, um sich eingestehen
00:01:07: zu
00:01:07: können.".
00:01:07: Darum lädt das Kleiteater seit sechs Jahren einen besonderen Fokus auf Inklusion.
00:01:12: Die drei Hauptschwerpunkte sind Publikum, Personal und Programm.
00:01:17: Im Programm vom Kleiteaten treten z.B.
00:01:19: immer wieder Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderungen auf.
00:01:23: Eines der Highlights in der vergangenen Saison war das Gastspiel von Comiker Okan Cese.
00:01:27: Die Wortwitze, die der körlose Künstler in Gebärdensprache auf die Bühne gebracht hat, sie von einer Simultanübersetzerin in die Lautsprach übersetzt wurde.
00:01:38: Es war für Sie eindrücklich, ein Theater aus einer anderen Perspektive zu erleben.
00:01:43: Verzählt Janine Birkeli!
00:01:45: Du hast wirklich das Gefühl, dass du nicht als führende Person nicht ganz angesprochen bist und ich glaube, dass überhaupt zu realisieren wie viel eigentlich vom Kulturprogramm sonst auf eine höhrende, nicht behinderte Community darauf ausgeleitet ist, ist glaube ich ein sehr wichtiger Teil dieses Prozesses.
00:02:03: Die Kleintheater Lucerne versteht unter Inklusion nicht nur, dass gewisse Vorstellungen für Menschen mit Behinderung zugänglicher sind, sondern dass das Stück eben bestenfalls schon von Anfang an inklusiv denkt werden will.
00:02:15: Weil Zugänglichkeits-Massnahmen im Nachhinein adaptieren oder auf ein Stück überstülpen sechsmal hat oftmals den Effekt, wie wenn wir während Corona einen Livestream geschaut haben.
00:02:27: Es ist okay, ich kann etwas vermitteln, aber es macht nicht so Spass.
00:02:33: Das Mitdenken der verschiedenen Perspektiven gelingt zum Einten mit dem neuen köpfigen Beirat, wo Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen vertreten sind.
00:02:42: Zum anderen gibt es eine Person mit Behinderung im Kernteam und die Sensibilisierung dieser Mitarbeitenden steht im Zentrum.
00:02:49: Wir machen auch ... Jedes Jahr ist sicher ein Sensibilisierungsjob, das uns gerade durchführt mit unserem Betriebsteam.
00:02:56: Das heisst sie sind voll dabei und wissen jetzt inzwischen, dass gewisse Sachen wie feste Strukturen verankert sind.
00:03:05: Es gebe im Betrieb des Kleineater Luzern eine Art neues Normal, sagt Jean-Yen Birkeli.
00:03:11: Er wusste aber oben, dass er nur eines Redles im grossen System war.
00:03:16: Inklusion musste ganzheitlich gedacht werden!
00:03:18: Darum ist Innen- oder Austausch mit anderen Institutionen sehr wichtig und sie haben die Toolbox mit dem Namen alle Inklusiven entwickelt.
00:03:27: Eine Anleitung für einen spielerischen Workshop, der andere Institutiones helfen soll, die sich für Inklusion sensibilisieren
00:03:34: will.
00:03:34: Wir haben uns überlegt, was uns damals geholfen hat.
00:03:37: Denn wir müssen nicht alle von Null anfassen, sondern es sind ganz viele Erfahrungen, die wir gegenseitig profitieren können sowie mehr als viele andere Institutionen profitieren konnten und die Toolbox ist genau dazu hier.
00:03:51: Beim Umsetzen von Inklusions-Massnahmen hat Janine Birkeli und ihr Team Erfahrung gemacht, dass das ganz wichtig ist, nicht sofort aufzugehen, wenn etwas von Anfang an nicht klappt.
00:04:01: Zum Beispiel, wenn für eine Gebärdensprache Übersetzung viel Zeit und Geld investiert wurde.
00:04:06: Und ein Angebot, der aber von gar niemandem gebraucht wird.
00:04:10: Von anderen Häusern habe ich das sehr viel gehört, dass sich eine gewisse Frustration bleibt, damit die Community nicht zu dieser Veranstaltung kommt.
00:04:19: Dort haben wir für uns entschieden, dass wir es machen trotzdem.
00:04:23: Das ist halt auch dort eine Aufbauarbeit.
00:04:26: Es braucht Zeit bevor Menschen mit Behinderungen überhaupt von so einem Angebot wissen.
00:04:31: Die Community ist über Jahre lang gesagt worden, dass das nicht ihren Platz ist hier im Theater.
00:04:37: Darum ist ihr auch verständlich, dass sie von heute an ihre Vertrauen erfasst, dass die einen guten Abend haben werden und es für sie zugänglich ist.
00:04:45: Auch wenn das Kleithaterluzzern schon viele Erfahrungen gesammelt hat und viele Inklusionsmassnahmen umsetzt – perfekt sei es nicht!
00:04:53: Eine gesunde Fälle Toleranz zu entwickeln ist sicher mega gut.
00:04:58: Wir gehen vielleicht drei Schritte vorwärts... Zwei Schritte zurück, aber es ist immer noch eine vorwärts.
00:05:03: Das ist ein längerfristiger Prozess, also etwas, das auch gar kein Ende hat.
00:05:08: Genauso wie sich die Mensch und die Gesellschaft verändern können – so muss man auch immer wieder selbst hinterfragen, was passt und entsprechend diese Umsetzungen voran treiben.
00:05:20: So geht's Kleine Theater Lucerne einen Schritt nach dem anderen in Richtung ihrer Vision.
00:05:25: Ein inklusives Theater-Zei für alle!
00:05:29: Angela Wagner.
00:05:31: Nächste Woche erfahrt man an dieser Stelle, wie Jan Graf als Inklusionsbeauftreiter das Kleinteater-Luzern weiterbringt.
00:05:38: Der Jan Graff bekannt von der SRF-Sportsendung Paragraph und Paralympics ist im Rollstuhl und weiss aus eigener Erfahrung, welche Hindernisse Menschen mit Behinderungen davon abhalten in das Theater zu gehen.
00:05:51: Weitere Informationen dazu auf der Webseite der Stiftung Denk an mich!
00:05:57: unterstützt Ferien- und Freizitaktivitäten von Menschen mit Behinderungen.
00:06:02: Mehr Informationen auf denkanmich.ch.
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